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Cloaking

Cloaking bezeichnet eine Blackhat-SEO-Technik, bei der Suchmaschinen-Bots und echte Website-Besucher unterschiedliche Inhalte zu sehen bekommen. Ein

Cloaking bezeichnet eine Blackhat-SEO-Technik, bei der Suchmaschinen-Bots und echte Website-Besucher unterschiedliche Inhalte zu sehen bekommen. Ein Googlebot könnte ein HTML-gerendertes Produktangebot sehen, während Nutzer eine Flash-Animation oder völlig anderen Inhalt sehen. Dies ist ein schwerer Verstoß gegen die Google-Richtlinien und führt zu permanenten Deindexierungen und manuellen Strafen.

Technisch funktioniert Cloaking durch User-Agent-Erkennung: Der Server prüft den User-Agent des anfragenden Clients. Wenn es der Googlebot (User-Agent: Googlebot) ist, wird eine optimierte HTML-Version ausgeliefert. Für alle anderen User-Agents kommt anderer Inhalt. Dies wird oft kombiniert mit JavaScript-Rendering oder spezialisierten Cloaking-Tools. Google hat seit Jahren ausgefeilte Techniken entwickelt, um Cloaking zu erkennen – moderne Crawler nutzen echte Browser-User-Agents und können auch JavaScript ausführen.

Cloaking ist ein absolutes No-Go und sollte um jeden Preis vermieden werden, auch wenn es theoretisch kurzzeitig Rankings verbessern könnte. Google entdeckt es und bestraft es massiv. Eine legitime Alternative ist „Dynamic Rendering”: Bei JavaScript-schweren Seiten kann man dem Googlebot eine serverseitig gerenderte HTML-Version anbieten, während echte Nutzer die JavaScript-Version sehen – dies ist nicht Cloaking, sondern eine anerkannte Technik zur Verbesserung der Crawlbarkeit und sollte in Search Console dokumentiert werden.

Christian Synoradzki

Über den Autor

Christian Synoradzki

SEO-Freelancer

Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.

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